Die roten Fäden durch die alte und neue Maschinenrichtlinie
  • Maschinenrichtlinie 98/37/EG
  • Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

Wir bedanken uns bei Herrn

Dipl.-Ing. Hans-J. Ostermann

dass er uns die Texte auf dieser Seite zur Verfügung gestellt hat.

Beachten Sie bitte:

  • Die "alte" Maschinenrichtlinie 98/37/EG war nur bis einschließlich 28.12.2009 anwendbar.
  • Die "neue" Maschinenrichtlinie 2006/42/EG muss seit dem 29.12.2009 angewendet werden.
  • Es gab keine Übergangsfrist in denen beide Richtlinien parallel angewendet werden konnten.

Folgende Änderungen sind zum Beispiel seit dem 29.12.2009 durch die neue Maschinenrichtlinie zu beachten:

  • Klarstellungen im Anwendungsbereich
    • Klare Einbeziehung der "Teilmaschinen" jetzt "unvollständige Maschinen" in die Richtlinienanforderungen
    • Änderung der Maschinendefinition
    • Änderung der Definition für Sicherheitsbauteile plus zusätzliche Beispielliste
    • Aufnahme der Baustellenaufzüge in den Anwendungsbereich
    • Klarstellung der Einbeziehung von Lastaufnahmeeinrichtungen
    • Aufnahme von Schussgeräten in den Anwendungsbereich
    • "Entrümplung" der Ausnahmeliste, z.B.
      • Fahrzeugabgrenzung grundsätzlich über "Europäische Betriebserlaubnis" mit Ausnahme der auf den Fahrzeugen angebrachten Maschinen
      • Grundsätzliche Ausnahmen(mit Ausnahme der darauf angebrachten Maschinen):
        • Beförderungsmittel für die Beförderung in der Luft (Flugzeuge, Luftschiffe, ...)
        • Beförderungsmittel für die Beförderung auf dem Wasser (Schiffe)
        • Beförderungsmittel für die Beförderung auf Schienennetzen (Bahnen)
      • Seilbahnenausnahme jetzt nur noch über Artikel 3 "Spezialrichtlinie" für "Personenbeförderung"
      • Druckbehälter- und Dampfkesselausnahme nur noch über Artikel 3 "Spezialrichtlinie"
      • Medizinprodukteausnahme jetzt nur noch über Artikel 3 "Spezialrichtlinie"
    • Andere Abgrenzung im Bereich der Schnittstelle Fahrzeuganforderungen / Maschinenrichtlinienanforderungen
    • Ausnahmeregelungen für bestimmte "Labormaschinen" im Forschungsbereich
    • Neue Abgrenzung zur Niederspannungs-Richtlinie
    • Ausnahme bestimmter Sicherheitsbauteile, wenn sie als Ersatzteile geliefert werden
    • Durch die parallele Änderung der Aufzugsrichtlinie erfolgt eine bessere Abgrenzung beider Richtlinien
  • Zusammenfassung aller Herstellerpflichten in einem Artikel im sog. verfügenden Teil der Richtlinie wie z.B.
    • Einhaltung der Sicherheitsanforderungen
    • Technische Unterlagen verfügbar haben
    • Konformitätsbewertungsverfahren bei funktionsfähigen Maschinen
    • Verfahren bei unvollständigen Maschinen
    • Lieferung der Betriebsanleitung
    • EG-Konformitätserklärung ausstellen und der Maschine beifügen
    • CE-Kennzeichnung anbringen
  • Der Hersteller muss einen "Dokumentationsbevollmächtigten" mit Sitz im EWR in der EG-Konformitätserklärung angeben
  • Behördenmaßnahmen bei falscher oder fehlender CE-Kennzeichnung
  • Informationsaustausch zwischen den Marktaufsichtsbehörden der Mitgliedstaaten
  • Statt "Gefahrenanalyse" ist heute eine "Risikobeurteilung" durchzuführen
  • Mehr sicherheitstechnische "Freiheiten" im Bereich "Betriebsarten"
  • Konformitätsbewertungsverfahren für elektrische Gefahren richten sich nach der Maschinen-Richtlinie und nicht nach der Niederspannungs-Richtlinie
  • Montageanleitung für "unvollständige Maschinen"
  • Spezielle technische Unterlagen für "unvollständige Maschinen"
  • Mehrere Änderungen in der Liste der "Anhang-IV-Maschinen"
  • Interne Fertigungskontrolle bei "nicht-Anhang-IV-Maschinen" (soweit eine Serienfertigung auf Basis eines Baumusters vorliegt)
  • Neues Modul "Umfassende Qualitätssicherung" für Anhang-IV-Maschinen